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Im Rahmen der JIM-Studie werden Jugendliche jedes Jahr zum Thema Mediennutzung befragt.

Dieses Jahr hat der Medienpädagogische Forschungsverband Südwest außerdem eine Zusatzuntersuchung durchgeführt, mit dem Thema „Lernen und Freizeit in der Corona-Krise“. Wie zu erwarten war, hat sich die Freizeitgestaltung deutlich Richtung digitaler Unterhaltungsangebote verschoben. Das Lernen funktioniert logischerweise anders als in der Schule, die Mehrheit gibt aber an, gut zurechtzukommen.

Homeschooling-Note: 2 bis 3

Tatsächlich gibt die Mehrheit der Jugendlichen dem Homeschooling die Note „gut“ oder „befriedigend“: Lernen zuhause klappt also „ganz gut“, trotz der großen Umgewöhnung: Nur eine ganz kleine Minderheit hat noch einen festen Stundenplan, knapp ein Drittel hatte seit der Schulschließung kaum Kontakt zu Lehrern, abgesehen von Mitteilungen zu den Aufgaben zu Beginn.

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nutzen YouTube als Lernangebot.

Andere Lernmittel, andere Hilfestellung

Hilfe bei den Aufgaben bekommen Schülerinnen und Schüler v.a. von ihren Freunden, von den Eltern und über Tutorials im Internet; hierbei liegt YouTube mit Abstand vorne, aber auch Wikipedia wird als Lernangebot genutzt. Als Medium werden Handy und PCs bzw. Laptops benutzt, Webcam und Headset kommen insgesamt eher selten zum Einsatz.

 

Kontakt über Messenger

Auch die Freizeit der Jugendlichen hat sich (keine Überraschung) deutlich verändert: ¾ geben an, YouTube, Musikangebote und Streaming-Dienste mehr zu nutzen als vorher: fast täglich. Zu zweit treffen sie sich kaum noch, der Kontakt wird über Messenger-Dienste gehalten. Auch Großeltern und ältere Verwandte werden kaum mehr besucht, wenn dann kontaktlos. Stattdessen werden auch hier Telefon und auch die Messenger-Dienste genutzt.

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nutzen Messenger, um mit Freund_innen in Kontakt zu bleiben.

Befragt wurden vom 2. bis zum 6. April 1002 Jugendliche im Altern von 12 bis 19 Jahren.

Bei diesen Ergebnissen ist natürlich zu beachten, dass sich seit der Befragung viel getan hat: Inzwischen ist klar, dass das Homeschooling noch etwas länger andauern wird, Lehrkräfte haben viele Erfahrungen gesammelt und Möglichkeiten gehabt, neue Methoden und Lehrmittel auszuprobieren.

Die Studie „JIMplus 2020: Lernen und Freizeit in der Corona-Krise“ wurde vom Medienpädagogischen Forschungsverband Südwest verfasst. Sie ist kostenlos zum Download verfügbar:

JIMplus 2020