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Der gemeinsame Urlaub ist für die meisten Familien eines der Highlights im Jahr. Kinder sind machen viele neue Erfahrungen, gewinnen Eindrücke und finden neue Freunde. Eltern freuen sich, wenn sie ihren Kindern etwas bieten können, wollen gemeinsam Zeit verbringen, sich aber auch vom Alltag und manchmal von den Töchtern und Söhnen erholen. Familien sind anspruchsvoll und zahlungskräftig. Immer mehr Akteure im Tourismus setzen auf diese Zielgruppe und entwickeln die eigenen Angebote entsprechend der Bedürfnisse von klein und groß.

Mit Ursula Weixlbaumer-Norz von Kids & Fun Consulting haben wir darüber gesprochen, wie sich die Familien-Urlaubsbranche entwickelt und welche Rolle Kinderanimation im Tourismus einnimmt.

Ursula Weixlbaumer -Norz

Ursula Weixlbaumer -Norz

Kids Marketing Expertin

 

Ursula ist Gründerin und Geschäftsführerin der Agentur Kids & Fun Consulting und Entwicklerin der neuen Animationsbox.

Endlich scheint das Ende der Corona-Pandemie in Sicht und die Tourismusbranche startet in das Sommergeschäft. Wie sind die Aussichten für das Familien-Urlaubsgeschäft?

Die Prognosen für die Ferien Hotellerie sind im Sommer 2021 sehr gut. Viele Familien sehnen sich nach Urlaub und wollen so die Pandemie auch hinter sich lassen.

Welchen Einfluss haben Kinder und Jugendliche im Rahmen der familiären Urlaubsplanung?

Studien zufolge (Familien Insights 2015, 2017, 2020) bestimmen Kinder in hohen Maße die Urlaubsentscheidung mit. Bis zu 60 % der Kinder werden sowohl aktiv gefragt, wo sie auf Urlaub hinfahren sollen, als auch wird natürlich im Hintergrund immer an die Interessen der Kinder gedacht.

Hat sich das durch Corona geändert und haben sich auch die Urlaubsplanungen der Familien geändert?

Während in den letzten Jahren das Interesse an Kinder Betreuungseinrichtungen in Hotels (siehe auch Kinder Club) ein bisschen abgenommen hat – Schlagwort „gemeinsame Familienaktivitäten“ – werden wir diesen Sommer beides sehen: Familien wollen etwas gemeinsam erleben und Kinderbetreuung wird zunehmend wieder nachgefragt werden.

Welche Ansprüche haben Familien für ihren Urlaub?
Was sind die wichtigsten Kriterien für die „schönste Zeit des Jahres“?

Moderne Familien haben völlig neue Ansprüche an Kinderanimation als noch vor ein paar Jahren. Ganz neue Inhalte sind plötzlich „in“: Robotics, Science Labs, Survival Training, Creativity, Engineering for Kids, Trickfilmtechnik, Natur-Erlebnisgeschichten, Erlebnispädagogik und vieles mehr sind plötzlich Schlagwörter, die in aller Munde sind. Eltern fragen vermehrt edukative Inhalte nach – auch im Urlaub sollen die Kinder etwas lernen.

Kinder selbst wollen Spaß, haben aber einen sehr hohen Anspruch („alles schon gesehen“), da spezialisierte Dienstleister und Unternehmen besonders in großen Städten mit Ferienprogrammen hochprofessionelle und spannende Ferienanimationen anbieten. Letzten Endes sind das die Konkurrenten von Kinderclubs und Kinderbetreuung im Tourismus.

Eine zusätzliche Herausforderung ist, dass ältere Kinder (10-14) vermehrt mit ihren Eltern noch in den Urlaub fahren und auch altersadäquat unterhalten werden wollen, aber gute Programme für diese Kinder sind leider rar. Diese Zielgruppe würde gerne eine Animation konsumieren, hat aber natürlich kein Interesse mehr an Kindergarten-Unterhaltung („Das ist ja für Babies!“). Diese Gäste möchten mit eigenen coolen Programmen unterhalten werden wolllen. Als Zielgruppe sind sie extrem wichtig, da sie den Urlaub klar mitentscheiden. Sie googeln bereits vor Buchung den Urlaubsort und suchen gezielt nach „coolen Sachen“.

Was bedeutet das für die Akteure im Familien-Urlaubsgeschäft?

Meine 3 Praxis Tipps sind:

 

  1.  Unterscheiden Sie ganz klar zwischen den zwei Zielgruppen: kleinere Kinder (3-7 Jahre) und ältere Kinder (8-12 Jahre). Diese Altersgruppen haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse und wollen auch in der Kinderbetreuung andere Programme erleben. Mit kleineren Kindern können Sie typische Kindergartenaktivitäten durchführen wie Basteln, Ausmalen, kleinere kreative Tätigkeiten oder Natur-Entdecker-Programme. Für die älteren Kinder müssten Sie sich schon etwas anspruchsvollere Inhalte überlegen.
  2.  Reichern Sie Ihre Programme mit edukativen Inhalten an. Kinder bis 12 Jahre lernen sehr gerne und freuen sich am Abend, den Eltern zu berichten, was sie alles erfahren haben – natürlich geschickt verpackt in Spaß und Spiel! Eltern sind happy, wenn den Kindern auch (einfache) Lerninhalte vermittelt werden.
  3.  Gestalten Sie Animationen, bei denen Eltern mitmachen können. Nach einem Jahr Pandemie werden zwar wieder die Nachfrage nach und der Anspruch an Kinderbetreuung steigen, Familien wollen aber auch vermehrt etwas gemeinsam erleben. Hier bieten sich Rätselrallyes an. Der Rätselrallye- oder „Schatzsuche“-Trend ist ungebrochen.

Das kann die Animationsbox

Die Animationsbox bietet einen All-in-One Service für Kinder-Clubs mit den neuesten Trends für alle Altersgruppen und leicht verständlichen Anleitungen.

Mitarbeiter_innen werden in einer Online-Fortbildung auf den neuesten Stand der Pädagogik gebracht, können sich in Online-Netzwerktreffen und -Seminaren austauschen und weiterbilden.

Ihr habt als Unterstützungstool für Tourismusanbieter die Animationsbox entwickelt – welchen Bedarf habt ihr gesehen und für wen ist sie besonders geeignet?

Animationsbox.com ist eine Plattform, die fix und fertige Kinder- und Familien-Animations-Programme für glückliche und begeisterte Gäste bietet. Geeignet ist sie für Hotels und für alle, die exzellente, professionelle Kinderbetreuung anbieten wollen. Man muss sich nur noch aussuchen, was zum Betrieb passt. Man findet Animationen und Schulungen, um die Kinderbetreuung so erfolgreich zu gestalten, dass die Kinder jederzeit wiederkommen wollen.