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Zum dritten Mal wurden im Rahmen der im Oktober veröffentlichten miniKim-Studie die Eltern von Kleinkindern im Alter von zwei bis fünf Jahren zu deren Umgang mit Medien befragt. Was sind die Lieblingsfernsehsendungen, welche Medien sind unverzichtbar geworden und was hat sich mit der Corona-Pandemie verändert?

Wir haben die wichtigsten Ergebnisse der Studie für euch zusammengefasst:

 

miniKIM-Studie 2020

Die vollständige Studie könnt ihr hier lesen und kostenlos herunterladen:

Kein Handy für Kleinkinder

Eigene Geräte haben die meisten Kinder noch nicht, aber in den Haushalten sind natürlich fast immer Handys, Computer, Fernseher und Internet vorhanden. Viele besitzen außerdem Spielkonsolen, Radios oder CD-Player. In einigen Familien gibt es sogar Kindercomputer, mit denen die Kleinen lernen oder spielen können.

Ob und wie viel die Kinder diese Geräte nutzen dürfen, hängt dabei stark vom Alter ab. Die Älteren zwischen vier und fünf Jahren haben schon mehr Zugangsmöglichkeiten und nutzen die Medien auch länger als die Zwei- bis Drei-Jährigen. Im Durchschnitt sehen die Kinder zum Beispiel 21 Minuten täglich fern und hören 26 Minuten Radio. Am längsten beschäftigen sie sich jedoch mit Büchern (36 Minuten täglich). Mit Ausnahme von Hörspielen und Podcasts nutzen die meisten Kinder Medien oder Geräte nur mit ihren Eltern zusammen.

Fernsehen wird immer unwichtiger

Den Eltern zufolge sind Bücher für ihre Kinder das Medium, auf welches sie am wenigsten verzichten könnten. Die meisten Kinder beschäftigen sich fast jeden Tag mit Büchern: Sie schauen sich Bilderbücher an, versuchen schon selbstständig zu lesen oder bekommen von den Eltern vorgelesen. Hörspiele werden sogar noch beliebter als früher. möglicherweise aufgrund der vielfältigen Zugangsmöglichkeiten wie Toniebox oder Spotify.

Im Vergleich zu 2014 verliert der Fernseher dagegen deutlich, „normales“ lineares Fernsehen nutzt ein Drittel der Familien gar nicht mehr (in 2014 waren es nur 14%). Bei den älteren Kindern sind stattdessen Videoportale wie Youtube beliebter geworden, besonders bei den Mädchen gibt es einige, die diese täglich nutzen. Auch Streamingdienste werden in Familien mit kleinen Kindern regelmäßig genutzt. Die ersten Erfahrungen mit solchen Angeboten machen die Kinder durchschnittlich schon mit zwei Jahren.

Lieblingsserien

Die beliebtesten Serien bei Kleinkindern sind:

  • Paw Patrol
  • Peppa Pig
  • Das Sandmännchen

Statt im Fernsehen, werden die Serien meist in Mediatheken oder auf Streaming-Plattformen, wie Netflix oder Amazon Prime geschaut.

Kinderschutz im Internet

Zwar stehen in fast allen Haushalten vielfältige Möglichkeiten zur Internetnutzung zur Verfügung, doch meist stellen Eltern klare Regeln zur Nutzung auf und nutzen Programme oder Filter zum Schutz der Kinder.

Medien spielen noch keine große Rolle im Alltag

Natürlich haben die Kinder nicht den ganzen Tag mit Medien zu tun: Am liebsten spielen sie immer noch draußen oder drinnen mit anderen Kindern oder malen und basteln. Auch im Kindergarten und in anderen Betreuungseinrichtungen werden neben Büchern nur wenige Medien genutzt. Von einigen Einrichtungen wurden jedoch während der Pandemie Bastel- oder Malanleitungen und andere Beschäftigungsmöglichkeiten digital zur Verfügung gestellt.

Und wie sieht es bei den Eltern aus? Natürlich nutzen fast alle Smartphone und Internet. Beliebt bei Eltern sind u.a. Familienblogger_innen wie z.B.  Saskias Familienblog. Nur wenige veröffentlichen jedoch selbst Infos oder Bilder der eigenen Kinder.

Grundsätzlich erkennen die Eltern zwar die Gefahren und Risiken bei der Medien- und Internetnutzung, sie nehmen beides jedoch auch als wichtige Hilfsmittel wahr, mit denen Kinder Neues lernen und entdecken können und über welches sie im Elternhaus und in der Schule aufgeklärt werden sollten.