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Die passenden Infos jederzeit abrufen und sich relevantes Wissen einfach eigenständig aneignen: Das bieten Online-Kurse und -Tutorials.

Wir haben mit Eva Wieners darüber gesprochen, warum das Konzept der Online-Kurse so gut funktioniert und warum es auch in Deutschland immer relevanter wird.

Dr. Eva Wieners

Dr. Eva Wieners

Fundraiser, Freelance Writer, Trainer

 

Eva ist Fundraiserin und Trainerin aus Leidenschaft. Sie hat viele Jahre mit ihrer kleinen Tochter in Nepal gelebt und vor Ort Projekte der Entwicklungszusammenarbeit koordiniert.

Zurück in Deutschland widmet Eva sich vor allem der Aus- und Weiterbildung für NPO und entwickelt Online-Kurse und -Programme.

Corona hat für einen Digitalisierungsschub gesorgt. Was früher kaum auf Distanz denkbar war, wird heute in Zoom-Konferenzen besprochen oder in Online-Seminaren vermittelt. Wie wird sich der Beratungs- und Weiterbildungsbereich entwickeln, wenn wieder mehr Bewegungsfreiheit in unseren Alltag einkehrt?

Zum einen wird der Präsenzunterricht noch länger mit Vorsicht betrachtet werden. Zum anderen gab es ja auch schon cor Corona Bestrebungen zu einer zunehmenden Digitalisierung in diesem Bereich, da dies einfach der Lauf der Zeit ist. Außerdem hat sich auch im Weiterbildungsbereich gezeigt – genau wie in vielen anderen – dass es einfach funktioniert.

Natürlich kann man einige Dinge am besten persönlich vermitteln, aber vieles funktioniert eben auch digital, vor allem die Grundlagen. Und da haben Organisationen auch gesehen, dass dies eine  günstigere Alternative ist und Kosten spart.

Sobald es wieder möglich ist, werden wohl auch Kombinationen zu Einsatz kommen, denke ich. Es hat sich als produktiv herausgestellt, eine Vorbereitung auf eine Weiterbildungsmaßnahme digital zu machen, um sicherzustellen, dass alle Teilnehmenden auf dem gleichen Stand sind. So kann man dann mit dem live Training – egal ob vor Ort oder digital – schon viel tiefer einsteigen und hat so für alle Teilnehmenden bessere Resultate.

Online-Tutorials für alle möglichen Lebensbereiche sind auf YouTube Standard und wir nutzen sie zum Haare flechten, für die Osterdeko oder zur Reparatur des kaputten Wasserhahns. Was ist das Tolle an den Video-Anleitungen?

Ich denke, Online-Tutorials kommen besonders gut an, weil sie mehrere Sinne ansprechen. Wir lesen nicht nur etwas, wir hören und sehen es und können es so schneller umsetzen. Wenn auch praktische Übungen dabei sind, kommen noch mehr Sinne ins Spiel und wir werden selbst aktiv.

Außerdem gefällt es vielen Menschen sehr gut, dass man die Videoanleitungen anschauen kann, wann es am besten passt und benötigt wird. Man kann nochmal zurückspulen, wenn man etwas nicht richtig verstanden hat und ist nicht an den Zeitplan anderer gebunden. Außerdem kann man Screenshots machen und sich diese später noch einmal ansehen, oder das E-Book dazu lesen.

Warum wird das im professionellen Bereich – besonders im Marketing oder Fundraising – in Deutschland noch kaum genutzt? Ganz anders, als z.B. in den USA?

Das ist eine gute Frage. Ich denke, viele haben einfach eine falsche Vorstellung von Online Kursen und sehen nicht die Vorteile. Außerdem sind wir in Deutschland ja oft nicht so flexibel und halten manchmal an altbekannten Konzepten fest, auch wenn diese eigentlich überholt sind. In den USA und auch in UK sind die Menschen oft flexibler. Ich bin mir aber sicher, dass sich das Format Online Kurs in der absehbaren Zukunft auch in Deutschland durchsetzen wird, da es einfach zu viele Vorteile hat und den aktuellen Bedingungen und Erfordernissen perfekt angepasst ist.

Was sind die Vorteile von Online-Kursen im Gegensatz zu Webinaren, Büchern, Online- oder Präsenz-Seminaren?

Mir gefällt besonders gut, dass sie nicht an einen bestimmten Termin gebunden sind, sondern dass man sie machen kann, wann es am besten passt. Ich bin ziemlich nachtaktiv und schaue mir Kurse gerne zwischen 23 Uhr und 1 Uhr an, denn das passt so am besten in meinen Tag. Aber da würde natürlich kein Webinar stattfinden.

Außerdem kann man in Online Kursen auch immer nochmal zurückspulen, wenn man etwas mal nicht so richtig verstanden hat und kann auch unterbrechen, wenn etwas anderes dazwischenkommt.

Content ist heute so wenig wert, gefühlt wird alles kostenlos angeboten bzw. wir zahlen, indem wir Daten preisgeben und uns Werbung anschauen. Warum sollten Organisationen dennoch kostenpflichtige Online-Kurse nutzen?

Hier sind zwei Faktoren wichtig: Zeit und Qualität. Es gibt viele Inhalte kostenlos und online, aber die sind nicht gebündelt und in einer Form verpackt, die schnell fassbar ist. Natürlich kann man stundenlang suchen, bis man alle Aspekte eines Problems verstanden hat – aber unterm Strich ist das mit mehr (Arbeits-)Kosten verbunden, als wenn man sich einen Kurs kauft, der alles gebündelt und leicht verständlich aufbereitet hat.

Außerdem sind viele Gratis-Angebote auch nur Teaser – man lernt ein bisschen, aber für die wirklich wichtigen Informationen braucht man doch noch einen kostenpflichtigen Kurs.

Erfolgreiches Kinder- und Jugendmarketing für NPOs

Auch wir bieten euch umfangreiche und spannende Inhalte in Form von Online-Tutorials. Lernt hier alles was ihr braucht, um Kinder und Jugendliche anzusprechen und für eure Organisation zu begeistern!

In meiner Erfahrung als Teilnehmerin merkt man doch immer einen großen Unterschied in der Qualität von Gratiskursen und kostenpflichtigen Angeboten. Es fehlt bei Gratis-Angeboten oft die Praxis-Ebene. Man findet Informationen, weiß dann aber nicht, wie man diese praktisch anwenden sollte.

Außerdem hat die Teilnahme an einem kostenpflichtigen Online-Kurs auch einen großen Einfluss auf unsere Einstellung diesem gegenüber. Beim Gratis-Webinar checken wir nebenher unsere Emails und die sozialen Medien und gehen kurz raus, um uns einen Kaffee zu holen – beim bezahlten Angebot sind wir viel aufmerksamer. Es hat mehr Wert für uns und daher nehmen wir es auch besser an.