Bei der Generation Z ist ein Tag ohne WhatsApp so gut wie undenkbar. Mehr als die Hälfte der 14-18Jährigen geben an, dass der erste Blick morgens nach dem Aufwachen ihrem WhatApp-Account gebührt. Kein Wunder, dass der erfolgreiche Messenger-Dienst bei Jugendlichen in allen Altersklassen auf Rang 1 der relevanten Apps rangiert: Mehr als 80% der Jugendlichen benutzen das Kommunikationsmedium täglich, mit durchschnittlich 36 Nachrichten pro Tag.

Messenger-Dienste wie WhatsApp, Facebook Messenger, Skype und Co., dienen vorrangig der privaten Kommunikation und zeichnen sich vor allem als werbefreie Apps aus. Bedeutet das, dass diese Kanäle aus Marketingsicht uninteressant sind? Ganz im Gegenteil! Unternehmen können zwar keine Ads oder kostenpflichtige Banner schalten, doch es bietet sich Ihnen die Möglichkeit, mit ihren Kunden in den direkten Dialog zu treten.

Wie können Messenger-Dienste als Marketingkanal genutzt werden?

Zeitungen haben es vorgemacht: Über virtuelle Abos erhalten ihre Leser Nachrichten direkt aufs Smartphone. Messenger Dienste können allerdings nicht nur für das verbreiten relevanter News eingesetzt werden: schon längst haben Unternehmen entdeckt, welchen Mehrwert sie ihnen als Instrument der Kundenkommunikation bieten, z.B. bei der Produktberatung und im Beschwerdemanagement. Einer der Vorreiter in der Verwendung von Messengerdiensten ist der Versandhandel OTTO, der WhatsApp seit 2018 intensiv für die Unternehmens- und Marketingkommunikation einsetzt.

Auch als Plattform für gezielte Werbemaßnahmen gibt es viele Möglichkeiten: Informieren, Interagieren und Aktivieren lautet die Devise für erfolgreiches Messenger-Marketing. Hierbei kommt es nicht nur auf die Inhalte an, sondern vor allem darauf, wie sie präsentiert werden. Sollen Jugendliche mit Werbung erreicht werden, so muss diese humorvoll sein, thematisch relevant und einen attraktiven Mehrwert bieten.

Ergänzend zu anderen Marketingmaßnahmen wie Social Media Marketing und bezahlten Werbeanzeigen ist Messenger-Marketing ein guter Schritt, um mit einer jungen Zielgruppe in den persönlichen Kontakt zu treten. Unternehmen begeben sich in das natürliche Umfeld der Jugendlichen und haben die Chance, mit einem geringen Risiko- und Kostenfaktor eine hohe Performance zu generieren. Die Herausforderung besteht hierbei in der Akquise, trifft man jedoch den Geschmack der Jugendlichen und bietet ihnen ansprechenden Content, sind die meisten gerne bereit dazu ihre Handynummern zur Verfügung zu stellen.

Vorteile von Messenger-Marketing auf einen Blick:

  • Hohe Akzeptanz: Keine Übersättigung durch Werbeflut
  • Nachrichten werden seltener ignoriert: Pop-ups erscheinen direkt auf dem Sperrbildschirm des Users
  • Hohe Interaktionsrate: Klick- und Öffnungsraten sind bei Messenger-Marketing hoch. Während Mails ungeöffnet im Papierkorb landen, lässt niemand gerne eine WhatsApp-Nachricht ungeöffnet
  • Kurze Wege: Bei WhatsApp und Co. in den direkten Dialog mit Einzelpersonen oder Gruppen
  • Ansprechende und moderne Darstellung: Fotos, GIFs und Videos ermöglichen die emotionale Ansprache mit visuell ansprechendem Content
  • Individualität: Benachrichtigungen können durch Individualisierung optimal auf die Zielgruppe abgestimmt werden
  • No filter: Im Messenger-Marketing unterliegt die Verbreitung keinem voreingestellten Algorithmus 
  • Geringe Kosten: Die kostenlosen Apps und vergleichsweise günstige Tools eigenen sich dazu, Maßnahmen einfach mal auszuprobieren und innovative Ideen zu testen
  • Hoher Automatisierungsgrad: Die Möglichkeiten mit smarten Chatbots entwickeln sich stetig. Unternehmen können diverse Benachrichtigungen und wiederkehrende Fragen automatisiert beantworten lassen
  • Keine Double-Opt-In-Hürde: Die erste Interaktion, zum Beispiel ein einfaches „Hallo“, genügt, um die Kommunikation via Messenger zu starten.
WhatsApp Business

WhatsApp bietet Unternehmen mit „WhatsApp Business“ die Möglichkeit mit Kunden in Kontakt zu treten. Unternehmensprofile, Nachriten-Tools und Statistiken sollen die Kommunikation erleichtern und Erfolgskontrollen effizienter gestalten.

Chatbots

Chatbots erlauben die automatisierte Kommunikation über Text und Sprache mit einem technischen System. Je nach Programmierung, können sie bestimmte Aufgaben ausführen, Fragen beantworten und die virtuelle Kundenansprache übernehmen.

Erfolgreiches Messenger-Marketing

Begegnen Sie Kunden dort, wo diese sowieso mehrfach täglich anzutreffen sind

Möchten Firmen junge Zielgruppen erreichen, so führt der Weg nicht an WhatApp vorbei. Jugendliche empfinden Werbung generell eher als störend (62%) und nehmen sie kaum mehr wahr. Vor allem die klassischen Medien haben hierbei das Nachsehen: 74% der befragten Jugendlichen gaben an, bei TV-Werbung umzuschalten oder währenddessen Smartphone zu greifen. Auch im Social-Media-Bereich wird Werbung, nur angeschaut, wenn sie besonders interessant ist (23%). Die Akzeptanz der Werbung über beispielsweise Whatsapp ist dagegen bislang deutlich größer, wenn Werbetreibende ein paar Spielregeln beachten:

 

  • Zeigen Sie sich nahbar: Wer Jugendliche von seinem Produkt begeistern möchte, sollte authentisch und persönlich auftreten. Raus aus dem Business-Modus rein in den Social-Chat. Kommunikation auf Augenhöhe ist das Stichwort.
  • Seien Sie mutig! Testen Sie neue Tools und Wege und scheuen Sie hierbei auch kleine Rückschläge nicht. Bei der Vielzahl von Marken und Konkurrenten, sticht heraus, wer sich traut, neu und innovativ aufzutreten.
  • Beziehen Sie Ihre Zielgruppe aktiv ein. Sie wissen nicht genau, was Ihre junge Kundschaft von ihnen hält und was sie sich von Ihnen wünschen? Dann fragen Sie sie! Kurze Umfragen, vielleicht sogar verbunden mit Gewinnspielen, wecken den „Spieltrieb“ und Sie signalisieren den Jugendlichen, dass Sie Wert auf ihre Meinung legen.
  • Trauen Sie sich mit Ihrer Zielgruppe zu lachen! 50% der befragten Jugendlichen gaben an, dass Ihnen Marketingaktionen, die besonders humorvoll sind, am sympathischsten sind. Nutzen Sie hierfür auch digitale Angebote wie GIFs, Fotos und kurze Videos.
  • Bieten Sie einen echten Mehrwert. Nichts frustriert mehr, als Werbeversprechen, die nicht eingehalten werden, oder sich als wenig gewinnbringend entpuppt. Begeistern Sie Ihre Leser mit thematisch für Sie passenden Informationen, Angeboten, und Rabatten, von denen Sie auch wirklich profitieren können.

Das bringt mich weiter!

Der What’sMeBot der Agentur für Arbeit

Der What’sMeBot stellt Fragen und die Jugendlichen antworten mit Emojis oder einer passenden Ziffer. Am Ende wird eine Auswertung über den jeweiligen Berufstyp verschickt.

Probieren Sie es aus

Muskelprotz als Geldeintreiber

Der Kwitt-Bote der Sparkassen

In der Einführungskampagne der Bezahl-App “Kwitt” setzte die Sparkasse auf Muskelkraft: User konnten zahlungsfaulen Freunden via Facebook-Messenger eine persönliche Videobotschaft aufs Handy schicken.

Webfilm “Der Bote”

Zur Kwitt-App der Sparkasse

Zahlen und Daten sind folgenden Studien entnommen:
JIM-Studie 2018
Elbdudler-Jugendstudie 2018